
Microbagger Jansen MB2000
Baggern macht Spaß und ist ganz einfach.
Unser Bagger kann bis zu 1,20m tief graben und
passt mit seinen 80cm Breite doch durch fast jedes Gartentor.
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Pfützen im Rasen, ein dauerfeuchter Kellerwandfuß, kippende Stützmauern — viele Probleme im Garten hängen mit Stauwasser zusammen. Diese Anleitung erklärt, wie eine Drainage wirklich funktioniert, wo sie hilft und wo sie nur Geld kostet, und wie Sie Schritt für Schritt eine baut.
Eine Drainage sammelt Wasser, das im Boden frei beweglich ist, an einer tiefen Linie und leitet es kontrolliert ab. Sie ist im Grunde eine unterirdische Rinne, die nach unten offen ist: Wasser kann von allen Seiten und von oben einsickern, sammelt sich in einem gelochten Rohr und fließt mit Gefälle zu einem Ablaufpunkt.
Stellen Sie sich Ihren Garten nach einem starken Regen vor. Wo bleibt das Wasser stehen? Stellen mit Pfützen sind nicht zwingend tief — sie sind oft Stellen, an denen der Boden so dicht ist, dass Wasser nicht schnell genug versickert. Lehm ist der Klassiker. Unter der Oberfläche sieht es ähnlich aus: Da, wo Wasser nicht weg kann, baut sich Druck auf — sogenanntes Stauwasser. Genau dort macht eine Drainage Sinn.
Bevor Sie graben, sollten Sie ehrlich prüfen, ob die Drainage Ihr Problem wirklich löst. Drei typische Situationen:
Pfützen im Garten oder dauerfeuchte Stellen. Hier hilft eine Drainage zuverlässig, wenn der Boden zu wenig durchlässig ist und es einen Ablaufpunkt gibt, der tiefer liegt als die Drainage selbst. Ohne diesen tieferen Punkt fließt das Wasser nicht ab — die Drainage füllt sich, läuft über, das Problem bleibt.
Stützmauer drückt sich nach vorn. Häufig liegt das an Wasser, das sich hinter der Mauer aufstaut. Eine Drainage am Mauerfuß löst das Problem dauerhaft. Sie ist hier praktisch Pflichtbestandteil der Konstruktion.
Feuchter Keller. Hier ist die Sache komplizierter. Eine Drainage darf am Wohngebäude nur dann eingebaut werden, wenn die Außenwand selbst korrekt abgedichtet ist und es einen Vorfluter mit ausreichendem Höhenunterschied gibt. Sonst täuscht sie nur Sicherheit vor: Drainagewasser kann nicht abfließen, staut sich am Mauerfuß und drückt durch die undichte Wand. Wer einen feuchten Keller hat, sollte zuerst eine Fachfirma die Abdichtung prüfen lassen — die Reihenfolge ist immer „Abdichten vor Drainieren". Wenn Sie hier ohne Abdichtung drainieren, machen Sie das Problem oft schlimmer.
Side note: Die normativen Regeln stehen in DIN 4095 (Dränung baulicher Anlagen) und DIN 18533 (Abdichtung erdberührter Bauteile). Für Garten- und Mauerdrainagen sind die Anforderungen weniger streng als am Wohngebäude.
Eine Drainage ist mehr als ein gelochtes Rohr im Graben. Sie funktioniert nur, wenn alle Komponenten ihre Aufgabe erfüllen:
Das Filtervlies ist eine wasserdurchlässige Geotextilbahn, meist mit einem Gewicht von 100 – 200 g/m². Es lässt Wasser durch, hält aber Feinteile (Sand, Schluff, Tonpartikel) zurück. Ohne Vlies wandert dieser Schlamm mit dem Wasser in die Drainage hinein und setzt sie innerhalb weniger Jahre vollständig zu. Eine ohne Vlies verlegte Drainage hat oft nur fünf bis zehn Jahre Lebensdauer — mit Vlies hält sie 40 Jahre und mehr.
Der Filterkies ist gewaschener Rundkies in der Körnung 16/32 mm. Wichtig: gewaschen (also ohne Feinteile), und so grob, dass viel Hohlraum zwischen den einzelnen Steinen bleibt. In diesem Hohlraum sammelt sich das Wasser, bevor es ins Rohr findet. Splitt oder Schotter sind hier nicht zulässig — sie sind zu fein und verstopfen schnell.
Das Drainagerohr ist meist ein orangefarbenes PVC-Rohr mit Schlitzen oder Löchern, üblich in DN 100 (10 cm Außendurchmesser). Die kleinen Schlitze auf einer Seite lassen Wasser ins Innere ein. Über die volle Länge sammelt sich das Wasser im Rohr, fließt mit dem Gefälle zum Ablaufpunkt und wird dort entsorgt.
Eine wichtige Detailfrage: Die Schlitze zeigen nach unten, nicht nach oben. Das ist nicht intuitiv — viele Heimwerker:innen wollen die Öffnungen oben haben, damit Wasser direkt hineinfallen kann. Tatsächlich ist es umgekehrt: Das Wasser sammelt sich im Hohlraum zwischen dem Kies und sickert über die unteren Schlitze ins Rohr. Liegen die Schlitze oben, bleibt das Rohr unten bei Niedrigwasser voll stehen und die untere Wandung verschlammt von innen. Liegen die Schlitze unten, kann Restwasser bei niedrigem Pegel wieder austreten und das Rohr trocknet.
Eine Drainage muss Gefälle haben, sonst staut sich das Wasser im Rohr, fließt nicht ab und beginnt zu faulen (modriger Geruch im Ablaufschacht ist ein klassisches Symptom).
Die Mindestwerte sind:
Ein konkretes Beispiel: Eine 15 m lange Drainage rund um eine L-Stein-Mauer mit 1 % Gefälle braucht über die volle Länge 15 cm Höhenunterschied zwischen Anfang und Ende. Das klingt wenig, ist aber über ein hängiges Grundstück nicht trivial. Prüfen Sie vor dem Graben, ob Sie diese Höhe haben — sonst wird die Drainage flach gelegt, und das funktioniert nicht.
Den Höhenunterschied am genauesten messen Sie mit einem Rotationslaser und einer Messlatte. Wer keinen Laser hat, kommt mit einer langen Schlauchwaage zurecht: ein durchsichtiger Schlauch mit Wasser gefüllt zwischen zwei Punkten — der Wasserspiegel ist an beiden Enden gleich hoch, der Höhenunterschied lässt sich an einer Latte ablesen.
Ihre Drainage braucht einen Ablaufpunkt. Das ist oft der eigentliche Knackpunkt — das Graben ist die einfache Übung.
Versickerungsmulde: Eine flache Geländevertiefung im Garten, in der sich das gesammelte Wasser ausbreitet und versickert. Funktioniert gut, wenn der Boden im Mulden-Bereich durchlässiger ist als am Drainage-Standort. Faustregel zur Größe: Die Mulde sollte etwa 10 – 20 % der angeschlossenen Drainage-Fläche haben. Wer hinten im Garten eine Mulde mit Schilf, Iris und Weide anlegt, bekommt nebenbei einen kleinen Lebensraum geschenkt.
Sickerschacht: Ein gemauerter oder vorgefertigter Schacht mit perforierter Wandung, der in eine durchlässige Schotterschicht abtaucht. Geeignet bei kleinen Mengen und sandig-kiesigem Untergrund. Vor dem Bau: mit einem Eimertest die Versickerungsfähigkeit prüfen — ein 30 cm tiefes Loch mit Wasser füllen, die Zeit messen, in der es sich entleert. Unter einer Stunde: gut geeignet. Über drei Stunden: vergiss es.
Anschluss an die öffentliche Regenwasserkanalisation: Nur mit Genehmigung Ihres örtlichen Wasserversorgers. Drainagewasser ist formal kein Niederschlagswasser; viele Kommunen erlauben den Anschluss nicht oder nur unter Auflagen. Bei Genehmigung muss meist eine Rückstausicherung eingebaut werden (sonst kommt bei Starkregen Kanalwasser zurück in die Drainage). Niemals einfach „dranklemmen".
Es gibt eine vierte Möglichkeit, die ich der Vollständigkeit halber erwähne: ein Pumpensumpf mit Hebeanlage, wenn kein natürliches Gefälle vorhanden ist. Das ist teuer (Pumpe, Strom, Wartung) und ausfallanfällig — nur in Ausnahmefällen sinnvoll.
Nachdem Sie Verlauf, Gefälle und Ablaufpunkt geklärt haben, geht's ans Eingemachte.
1. Trasse abstecken. Mit Pflöcken und Schnur. Vor jedem Aushub Leitungsauskunft beim Versorger einholen — Strom-, Gas-, Wasser- und Telekom-Leitungen liegen oft genau dort, wo Sie graben möchten.
2. Höhen klären. Mit Rotationslaser oder Schlauchwaage: Beginn, mehrere Zwischenpunkte und das Ende der Drainage messen. Notieren Sie sich die Tiefen, in denen das Rohr liegen muss — am Anfang etwas höher, am Ende etwas tiefer, mit konstantem Gefälle dazwischen.
3. Graben ausheben. Standardquerschnitt: 30 – 40 cm breit, 60 – 80 cm tief. Die Tiefe bezieht sich auf das fertige Gelände und muss unter der Frostgrenze liegen, sonst friert die Drainage im Winter zu. Aushub seitlich ablegen oder direkt in einen Container schaufeln — und an die Auflockerung denken: 0,21 m³ gewachsener Boden pro Meter Graben werden zu rund 0,27 m³ lockerem Boden.
4. Filtervlies einlegen. Vlies so verlegen, dass es später oben über dem Kies geschlossen werden kann. Praktischer Trick: 30 cm Überstand auf beiden Seiten oben überstehen lassen und während der Arbeit nach außen umschlagen.
5. Erste Kieslage einbauen. Ungefähr 10 cm Filterkies 16/32 auf den Vlies-Grund. Diese Lage trägt das Rohr.
6. Rohr verlegen. Schlitze nach unten, mit dem geplanten Gefälle. Prüfen Sie nach jedem Meter mit Laser oder Wasserwaage. Verbindungen zwischen Rohrstücken: Steckmuffen ineinanderdrücken, fertig — keine zusätzliche Abdichtung nötig, ein bisschen Undichtigkeit ist sogar erwünscht.
7. Kies um und über das Rohr. Weitere Kieslage bis ca. 20 cm unter Geländeoberkante. Beim Einbringen vorsichtig auf das Rohr schauen, dass es nicht aus der Linie rutscht. Den Kies an den Seiten leicht antreten, nicht mit dem Stampfer direkt auf das Rohr gehen.
8. Vlies oben schließen. Die überstehenden Seiten zusammenfalten, sodass der Kies vollständig vom Vlies umhüllt ist. Bei sehr langen Strecken: das Vlies abschnittsweise schließen, sobald Sie ein Stück fertig haben.
9. Mutterbodenschicht. Etwa 20 cm normaler Boden über dem Vlies. Diese Schicht verdichten Sie nur locker — Drainagen mit zu fest verdichteter Oberschicht nehmen schlechter Wasser auf.
10. Ablaufpunkt fertigstellen. Anschluss am Sickerschacht, Versickerungsmulde anlegen oder Anschlussstutzen am Kanal setzen.
Bei einem Standardgraben 30 cm breit × 70 cm tief mit 50 cm Kiesverfüllung:
| Material | Menge pro Meter |
|---|---|
| Drainagerohr DN 100 | 1 m |
| Filterkies 16/32 | ca. 0,15 m³ ≈ 240 kg |
| Filtervlies | ca. 1,5 m² (inkl. 50 cm Überlappung) |
| Aushub gewachsen | 0,21 m³ |
| Aushub gelockert (Faktor 1,3) | 0,27 m³ |
Bestellen Sie 10 – 15 % Aufmaß auf Kies und Vlies — Verschnitt, Setzungen, kleine Korrekturen.
Eine sauber gebaute Drainage ist 30 – 40 Jahre wartungsfrei. Wer auf Nummer sicher gehen will, baut Spülstutzen mit ein: an den Enden des Rohrs ein senkrechtes Stück KG-Rohr mit Deckel an die Oberfläche führen. So können Sie alle paar Jahre mit einem Gartenschlauch durchspülen und prüfen, ob das Wasser am anderen Ende rauskommt.
Wenn Sie merken, dass Wasser aus der Drainage nicht mehr abläuft (bei starkem Regen wieder Pfützen), bevor Sie alles aufgraben: Spülstutzen nutzen oder die Drainage mit einer Kanalreinigungsspirale freispülen. Eine vollständig zugesetzte Drainage ist allerdings selten — typischerweise sind dann andere Faktoren das Problem (Ablauf verstopft, Sickerschacht zugesetzt, gestiegener Grundwasserspiegel).
Maschinen für Grabenaushub, Abtransport, Höhenkontrolle und seitliches Anpassen der Hinterfüllung.