
Microbagger Jansen MB2000
Baggern macht Spaß und ist ganz einfach.
Unser Bagger kann bis zu 1,20m tief graben und
passt mit seinen 80cm Breite doch durch fast jedes Gartentor.
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Eine Trockenmauer ist die älteste Stützmauerform überhaupt — und nach wie vor eine der haltbarsten, wenn Sie die wenigen Grundregeln verstanden haben. Diese Anleitung erklärt von der Steinauswahl bis zur Krone, was eine Trockenmauer 100 Jahre tragen lässt.
Eine Trockenmauer ist eine aus Natursteinen aufgeschichtete Mauer, die ohne Mörtel auskommt. "Trocken" bezieht sich auf den fehlenden Mörtel, nicht auf den Standort - Trockenmauern stehen auch im Niederschlagsgebiet seit Jahrhunderten. Der Halt entsteht durch das Eigengewicht der Steine und ihre gegenseitige Verzahnung im Verband.
Diese Bauweise hat eine lange Tradition: Terrassenmauern in Weinanbaugebieten, Feldraine im Mittelgebirge, Stützmauern im mediterranen Garten - fast alles ursprünglich trocken gemauert. Sie sind langlebig, biologisch wertvoll (Lebensraum für Insekten, Eidechsen, Mauerpfeffer und Hauswurz) und haben einen unverwechselbaren gestalterischen Wert.
Was eine Trockenmauer vom L-Stein oder einer Mörtelmauer unterscheidet:
Trockenmauern haben sich über Jahrhunderte als sicher erwiesen, aber es gibt klare Grenzen für den Heimwerkerbereich:
Diese Grenzen sind keine Norm-Vorgaben - Trockenmauern werden in der DIN-Welt kaum geregelt. Sie sind Empfehlungen aus der Praxis. Wer höher bauen will, sollte sich an einen Garten- und Landschaftsbauer wenden, der mit Trockenmauern Erfahrung hat.
Eine Mauer über 1 m Höhe braucht auch ohne Statik deutlich mehr Material als gleich hohe L-Steine, weil die Trockenmauer durch ihr Eigengewicht funktioniert: Ein typisches Verhältnis ist Mauerbreite Fuß = 60 – 80 % der Mauerhöhe. Eine 1 m hohe Hangstützmauer hat also 60 – 80 cm Fußbreite - das ist viel Stein.
Sie können prinzipiell jedes gewachsene Naturgestein verwenden. In Hessen und Rheinland-Pfalz sind die regional verfügbaren Steine:
Welche Größen brauchen Sie?
Mauerwerk besteht nicht aus gleich großen Steinen. Sie brauchen ein Sortiment:
Mengen pro Quadratmeter Sichtfläche (bei einer Mauer mit ca. 70 cm Breite):
| Steinart | Menge pro m² Sichtfläche |
|---|---|
| Buntsandstein | ca. 1,0 – 1,2 t |
| Basalt, Grauwacke | ca. 1,2 – 1,4 t |
| Kalkstein, Muschelkalk | ca. 1,0 – 1,2 t |
| Schiefer (flach) | ca. 0,9 – 1,1 t |
Bei einer 10 m × 1 m × 0,7 m Hangstützmauer fallen also ca. 8 – 10 t Stein an, je nach Steinart.
Empfohlenes Sortiment: 70 % mittelgroße Verbandssteine, 20 % große Fuß- und Kronensteine, 10 % Binder und Keilsteine.
Schicht 1: Schottersohle (30 – 60 cm). Ein verdichteter Schotterkoffer ersetzt das Betonfundament. Heben Sie einen Graben aus, der 20 cm breiter ist als der Mauerfuß, und mindestens bis zur Frostgrenze. Verfüllen Sie mit Schotter 0/45 in Lagen zu maximal 30 cm, verdichten Sie jede Lage gründlich. Diese Sohle gleicht ungleichmäßige Setzungen aus und entwässert.
Schicht 2: Setzschicht (5 cm). Auf dem Schotter eine 5 cm-Schicht feiner: Sand 0/4 oder Splitt 0/16. Sie ermöglicht das ebene Setzen der ersten Steinreihe.
Schicht 3: Erste Steinreihe (große Fußsteine). Die größten, schwersten Steine kommen unten. Sie müssen vollflächig auf der Setzschicht aufliegen - Wackeln ist Pflichtfehler. Bei der ersten Reihe investieren Sie viel Zeit: Jeder Stein wird gedreht, gewendet und neu in die Setzschicht eingedrückt, bis er ohne Hand stehen bleibt.
Schicht 4 – n: Verband im Halbverband mit Bindern. Siehe nächster Abschnitt.
Schicht oben: Krone aus großen, flachen Steinen. Sie schützen die darunter liegenden Steine und vor allem die Hinterfüllung vor Regen.
Hinter der Mauer: Drainagekies oder Schotter. Bei einer Hangstützmauer auf voller Höhe - siehe Abschnitt Hinterfüllung.
Eine Trockenmauer wird nicht senkrecht gebaut. Sie wird mit einem Anlauf zur Hangseite hin gemauert - das heißt, die Mauer kippt leicht nach hinten.
Der Grund ist physikalisch einfach: Der Hang dahinter drückt die Mauer nach vorn. Wenn die Mauer von vornherein leicht nach hinten geneigt ist, kommt sie unter Last in eine senkrechte Position, statt nach vorn zu kippen. Außerdem wird das Eigengewicht der Steine besser zur Stabilisierung genutzt.
Übliche Anlaufmaße:
Praktisch bauen Sie den Anlauf, indem Sie eine Schnur als Hilfslinie spannen - am Mauerfuß senkrecht über dem Vorderrand, am Mauerkopf so weit hinter dem Mauerfuß wie der Anlauf vorgibt. Jede Steinreihe richten Sie an dieser Schnur aus.
Ein guter Verband ist die Hälfte der Trockenmauer. Drei Grundregeln:
Regel 1: Stoßfugen versetzt. Wie bei Ziegelmauern dürfen vertikale Fugen (Stoßfugen) zwischen zwei Steinen niemals direkt übereinander liegen. Sie werden jeweils um mindestens ein Drittel der Steinlänge versetzt - typisch "Halbverband", also um die halbe Steinlänge versetzt.
Was passiert, wenn Sie das ignorieren? Eine durchgehende vertikale Stoßfugenlinie ist eine vorgegebene Trennlinie. Wenn die Mauer Setzungen erfährt, reißt sie hier auseinander.
Regel 2: Stein auf Stein, nicht auf Fuge. Ein neuer Stein liegt auf zwei darunter liegenden Steinen und überdeckt deren gemeinsame Fuge. Niemals soll ein Stein direkt auf einer Fuge mittig sitzen - er würde kippen.
Regel 3: Bindersteine. Binder sind lange Steine, die quer durch die ganze Mauerbreite reichen und so Vorder- und Rückseite miteinander verbinden. Ohne Binder hätten Sie zwei dünne Mauerschalen, die mit der Zeit auseinanderwandern.
Häufigkeit der Binder: Alle 60 – 80 cm horizontal und alle 50 – 70 cm vertikal sollte mindestens ein Binder liegen. Bei einer 1 m hohen, 10 m langen Mauer brauchen Sie also etwa 25 – 30 Bindersteine.
Trockenmauerbau ist eine Form des Puzzleworkens. Sie haben einen Haufen unterschiedlich großer Steine und müssen für jeden Platz den richtigen finden. Die Schritte:
1. Stein anschauen. Welche Seite ist am ebensten? Diese kommt nach unten oder zur Schauseite. Welche Form passt zur Lücke?
2. Probelegen. Den Stein in die Lücke drehen, ohne festen Sitz - nur schauen, ob er passt.
3. Anpassen. Mit dem Hammer kleine Spitzen abschlagen, oder mit der Steintrennmaschine eine Kante absägen. Bei Naturstein arbeiten Sie nass mit der Steintrennmaschine - Trockenschnitt erzeugt silikosegefährdenden Quarzstaub.
4. Einbetten. Den Stein in die unterhalb gegebenenfalls nachgekrümmte Auflagefläche drücken. Mit kleinen Keilen von hinten verkeilen - niemals von vorn, das ist die Grundregel der Trockenmauer.
5. Wackeltest. Drücken Sie an verschiedenen Stellen auf den Stein. Bewegt er sich auch nur einen Millimeter? Dann liegt er nicht richtig. Neu legen.
Diese fünf Schritte für jeden einzelnen Stein. Eine 10 m × 1 m-Mauer besteht aus ca. 200 – 250 sichtbaren Steinen plus Hinterfüllsteinen - das macht Trockenmauerbau zeitaufwendig. Faustregel: ein Steinmetz oder erfahrener Mauerbauer schafft 1 – 2 m² Mauerfläche pro Tag, ein Heimwerker eher 0,5 – 1 m².
Wie beim L-Stein gilt: Direkt hinter die Mauer kommt kein bindiger Boden. Stattdessen:
Die Hinterfüllung wird lagenweise eingebaut, nicht mit Maschinen direkt an der Mauer verdichtet - die Vibration drückt die Mauer nach vorn. Lagen von 20 – 25 cm, von Hand antreten oder mit einer kleinen Handramme.
Trockenmauern sind langlebig, brauchen aber gelegentliche Beobachtung:
Maschinen für Aushub, Abtransport, Tragschichtverdichtung und gelegentliches Anpassen der Steine.